Lesung:

 

Richard Birkefeld, Jahrgang 1951, ist Historiker und arbeitete am Institut für Bau- und Kunstgeschichte an der Leibniz-Universität Hannover sowie im Historischen Museum der Leinestadt. Dort war er für mehrere Ausstellungen mitverantwortlich und publizierte eine Reihe wissenschaftlicher Aufsätze und Bücher zur hannoverschen Stadtgeschichte.

 

2002 veröffentlichte er zusammen mit seinem Historikerkollegen, Göran Hachmeister, den zeitgeschichtlichen Kriminalroman „Wer übrig bleibt hat recht“, der in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs spielt, und die Verstrickungen der Protagonisten mit dem Nationalsozialismus beschreiben. Der Roman wurde mit dem Deutschen Krimipreis und dem Glauserpreis ausgezeichnet, in verschiedene Sprachen übersetzt, in Frankreich sogar mit dem

 

Prix de Lecteurs gewürdigt und in Dänemark für den renommierten skandinavischen Palle-Rosenkrantz-Preis nominiert.

 

Auch der zweite, ebenfalls in mehrere Sprachen übersetzte zeitgeschichtliche Roman, „Deutsche Meisterschaft“, der anhand der deutschen Straßenmotorradmeisterschaft 1926 die Entstehung des Faschismus in der Weimarer Republik thematisiert, wurde vom großen Feuilleton (Spiegel, Süddeutsche, Zeit, WAZ, Financial Times, Le Monde, Figaro, Obsavateur und den dänischen Zeitungen Politiken, Berlingske und Dagbladet) über alle Maßen gewürdigt. In Frankreich waren beide Romane Bestseller.

 

2011 erschien die Kriminalsatire „Entwurzelte und Verblendete“, eine Provinzposse und ein Schelmenroman gleichermaßen, der die Korruption und den Biedersinn einer typischen Kleinstadt aufs Korn nimmt. Hier zeichnete sich bereits das Panoptikum skurriler Protagonisten ab, das Birkefeld später in seinen in unzähligen Anthologien erschienenen Kurzgeschichten auszubreiten wusste und weiß. Stets handelt es sich dabei um Charaktere, wie Spieler, Loser, Zuhälter, Schlitzohren, Killer oder an ihrem Schicksal scheiternde Existenzen, die einen Kosmos bevölkern, der nicht nur vom 19. bis zum 21. Jahrhundert reicht, sondern sich auch von der Küste bis zum Alpenrand erstreckt. Diese intelligent strukturierten Kurzgeschichten zeichnen sich durch überraschende Auflösungen, Wortreichtum und oft auch humorige Plots aus, die das Lachen des Lesers aber häufig im Halse stecken bleiben lassen.

 

Birkefeld lebt heute als Autor und Herausgeber in Hannover.

  

Im Kunstkreis wird auss folgenden Werken vorgelesen:

  

„Mein Fahrer“; in: Tat-Zeuge, Das Syndkats-Dossier 2016, Gmeiner-Verlag 2017

 

„In die Pfanne gehauen“; in: Richard Birkefeld/Cornelia Kuhnert (Hrg.); Mörderische Leckerbissen; dtv 2013

 

„Der Goldene Schuss“; in: Petra Busch (Hrg.); Mördchen fürs Örtchen. Kurzkrimis für Geschäftige, KBV 2011

 

„Santo Domingo“, in: Richard Birkefeld/Cormelia Kuhnert (Hrg.); Süßer die Morde nie klingen; Heyne 2012

 

 Eintritt: 5 Euro

  

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Birkefeld